5. Schöpferisches Unbekümmertsein

aus dem Tao Te King von Lao Tse,

aus dem Chinesischen von Rudolf Bachofen.

5. Schöpferisches Unbekümmertsein

35. Das All kennt keine Liebe;
es schreitet über alles hinweg, als wäre es nichts.

36. Auch der Weyse kennt keine Liebe,
wie Menschen sie kennen;
natürliche Bande verpflichten ihn nicht.
(Denn mehr als Liebe ist, was im All und im Weysen wirkt.)

37. Wie des Schmiedes Blasebalg,
in sich leer, doch höchste Glut
und edelstes Schaffen ermöglicht,
wenn er im Innern bewegt wird,
so wirkt aus dem Nichts schöpferisch das All;

38. so wirkt der schweigende Mensch, der ledigen Gemüts ist.

39. Wer aber nicht schweigen kann, der erschöpft sich.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar