Schwierig wird es werden, meine Person und mein Wesen zu beschreiben. Doch eine Beschreibung dessen, scheint mir für den interessierten Leser sehr wohl sinnvoll. Scheint mir sinnvoll, da es helfen wird, meine Schriften und Inhalte recht zu verstehen.

Nun sind es viele Aspekte, welche relevant wären – vor allem dann, wenn es um philosophische oder okkulte Inhalte geht. Sicher, Beschreibungen sind leichter zu verstehen. Doch wenn es als Beispiel um philosophische oder okkulte Inhalte geht, ist ein Kennen meiner Person und meiner Herangehensweise an jene Thematik, sicher förderlich. So manches zu meinem Wesen lässt sich aus meinen Einträgen erfahren, doch ebenso sollte manches vorab erörtert werden – sodass wir uns nicht missverstehen.

Obwohl ich mich stets bemühe Subjektivität in diesen Schriften zu vermeiden, wenn ich für die Darstellung externer Inhalte schreibe, wird mir dies gewiss nicht gelingen. Daher halte ich es für angebracht, wenn der Leser auch mich kennenlernt; um meine Denkweise, meine Perspektive, ja meine Wortwahl zu verstehen.

Wichtig ist jedoch nicht wer ich bin, sondern was ich bin. Doch was bin ich?! Tor wäre ich, könnte ich dies abschließend sagen. Nur mangelhaft lässt es mich erahnen, erfühlen; doch fehlen die Worte um richtig zu beschreiben. Ich bin wie Du, bin wie alle, bin wie Alles. Bin oben sowie unten. In allem bin ich und der werte Leser gleich. Nur eines könnte mich unterscheiden: Ich habe es bereits entdeckt. Auch meinen Durst, meine Individualisierung und mein Thelema (wobei ich nicht unbedingt als Thelemit zu bezeichnen wäre). Nun bin ich wie Du, Du bist wie ich.

Mein großer Durst macht mich beinahe gierig, macht mich aber auch kritisch. Lässt er mich stets nachfragen, ob ich mit gutem meinen Durst stille und mein Gefäß fülle. Denn stets sollte man das „richtige“ zu sich nehmen. Doch woher wissen, was das richtige ist? Nichts ist eindeutig. Eindeutig richtig, eindeutig falsch. Absolut gut oder absolut böse. Ich probiere, ich koste, ich studiere und analysiere, nutze Logik und Verstand, jedoch in dem Wissen, das beides nur beschränkt der Erklärung dienen kann. Wichtiger als alles ist eines: ich fühle und erprobe. Das sind mir die Werkzeuge.

An meinem Anfang stand die Lehre über mystische, alte Inhalte. Mein Hang zur Logik suchte jedoch stets nach den Zusammenhängen – welche sich aber auch schnell erkennen lassen. Daran liegt es, das ich auch einen wissenschaftlichen Hang entwickelt habe, welcher mir in gewissen Bereichen auch sehr hilfreich ist. Wissenschaftliche Betrachtungsweisen, Recherche- und Forschungsmethoden können, sofern man nicht auch die Dogmen übernimmt, sehr hilfreich sein. Diese Vorgehensweise hat mir viele Erkenntnisse gebracht und wird mir noch bringen. Erleuchtung wird sie einem nicht bringen, jedoch teilweise den Weg dazu erklären oder vereinfachen. Ganz gewiss, dafür gibt es viel Beispiele. Wer die Wissenschaft degradiert, wird entweder erleuchtet oder schwimmt wesentlich länger in einer grauen Suppe. Letztlich ist die Kenntniss einer Sache auch nötig, um richtig mit Ihr umzugehen, sie handhaben zu können.

Mein Weltbild zu erklären, in welches ich die Gegebenheiten versuche einzuordnen, das wird schon schwieriger. Ich denke, jeder braucht, und hat auch, ein Weltbild. Ob wir dieses nun bejahen oder ablehnen, ob wir dieses als Schattenspiel, Illusion oder Realität empfinden, spielt vorerst keine Rolle. Egal wie wir zu und in diesem Weltbild stehen, es dient uns als Referenzpunkt. Als Gebilde an dem wir neue und vorhandene Gegebenheiten vergleichen und einordnen können.

Jeder hat durch die bisherigen Eindrücke und Erfahrungen seines Lebens sein Weltbild aufgebaut. Dies tun die meisten beruhend auf Logik und Verstand – und dies ist nicht streng wissenschaftlich zu verstehen; denn auch ein sehr geistliches Weltbild kann durchaus auf Logik beruhen. Das kann es, und zum Schutze vor Wahn, sollte es das auch. Extremismus, überzogene Einseitigkeit oder Verbissenheit, Auswirkungen des Mangels an Vernunft und Logik, haben bereit zu viele Schandtaten hervorgebracht.

Nun kann das vorhandene Weltbild auch ruhig Unklarheiten, Wiedersprüche und auch unerklärliches in sich tragen. Offensichtliche Fehler sind dem Wahrheitssuchenden doch sogar begrüssenswert. So freue ich mich immer wieder auf das Neue, wenn Teile meines Weltbildes ins wanken geraten, neu betrachtet, neu geordnet oder über den Haufen geworfen werden müssen; ja dürfen, ja sollen! Nur so kann der Horizont, die Weite des Daseins ergründet werden. Nur so ist zu erfahren, wer ich, wer du und was wir sind. Wer sich passiv den vorgefertigten und im wahrsten Sinne des Wortes geistlosen Dogmen hingibt, sich diese zitieren lässt, dem wird das wahre Dasein verschlossen bleiben. Mensch, schau was dein Leben und leben ist.

Mache ich mich zum Handlanger von „bösen“ Dingen?

Eine gute Frage, welche ich mir gelegentlich stelle. So stelle ich mir jene Frage vor praktischem Handeln im Kreis, wie auch, wenn ich diese Texte verfasse. Was mache ich da? Aus welchem Grund? Für wen? Für mich, für Dich, für freies Wissen? Für gute oder böse Aspekte? Wie ist das Verhältnis gelagert? Geht es darum Bewusstsein zu erwecken, was des Menschen wahres Wesen ist, und somit zweifellos begrüssenswert ist, oder diene ich den Dämonen – was ich nicht unbedingt tätigen wollen würde. Diese Frage, besonders im Bezug auf diese Schriften, ist sehr angemessen. Doch ich bin mir meiner Handlungen bewusst. Wie könnte jenes Wissen nur zum Guten verwendet werden? Ich möchte keineswegs Inhaltsbereiche auslassen, weil ich jene für nicht „gut“ halte oder die GEfahr des Missbrauchs gegenwärtig ist. Das ist sie eh. Auf der Erde allgegenwärtig. So ist es nun mal. ICh, Du, wir haben es in der Hand, oder nicht?

Ich hoffe sehr, das jene Texte nicht Missbraucht werden. Das meine Arbeit nicht dazu benutzt wird, um dämonischen Inhalten nachzugehen. Jedoch bin ich mir schon fast sicher, das dies nicht der Fall sein wird. Wie könnte es, bei so vielen Verwirrten. Wäre in den Menschen mehr Harmonie zu sich selbst und zu ihrer Umwelt, so müsste ich mir keine Gedanken machen.

Was ist „Gutes“? Wer bin ich, das ich bestimmen, bevormunden könnte und sollte? Des weiteren: wie soll der Mensch Verantwortung für sein Handeln übernehmen, wenn die Verantwortung praktisch von ihm ferngehalten wird? Wer für sein Handeln Verantwortung übernimmt, dem soll es erlaubt sein, frei zu handeln. Ich nehme wahr, dass die Menschen sich verändern, hin zu einem erweiterten Bewusstsein über die Inhalte des Seins. Ich nehme dies wahr an meiner Umwelt, sowie an mir selbst und finde dies sehr begrüssenswert. Nun also dient meine Arbeit als mein Beitrag dazu. Nützt es nun nicht nur mir, meinem Studium und meiner Entwicklung, nein, es ist so wie es werden und sein sollte. Es nützt allen und es dient Dir!

In diesem Sinne.