Geister, Engel oder Energien – was dahinter steckt und wie wir dies begreifen müssen

Geister, Engel oder Energien – was dahinter steckt und wie wir dies begreifen müssen

Immer wieder stehen wir vor selbiger Herausforderung: verschiedene Menschen benutzen verschiedene Wörter. Geister, Engel, Energien, Schwingungen etc.. Wir nutzen dutzende, gar hunderte Worte, weil wir definieren und begreifen wollen – weil wir kulturell geprägt sind oder gewisse Vorstellungen uns das Leben erleichtern. So passiert es leicht, das Worte nicht den Inhalt beschreiben, sondern lediglich eine oft undurchsichtige Verpackung, welche der Verpacker oft zusätzlich nach eigener Auffassung und Gutdünken bemalt und verziert.

Bedenken sollten wir, das wir doch überhaupt kaum Worte finden können, um innere und äußere Eindrücke zu beschreiben. Wer will behaupten, das Tätsächliche, das Allumfassende betrachten zu können? Aber müssten wir das nicht, um die tatsächliche Wahrheit hinter den Dingen aussprechen zu können? Das leuchtet ein; denn sofern man etwas nicht wahrlich kenne, so kann man es nicht treffend beschreiben. Wie sollen wir dann also von der Wahrheit gehört haben? Wessen Wahrheit? Wie ist diese Person zu jener Erkenntnis gekommen? Was müssen wir uns da also anhören, sofern uns Menschen predigen die “Wahrheit” zu kennen? Wie müssen wir damit umgehen?

Wir erkennen: Kaum ein Menschenmund kann fähig sein uns die wirkliche und wahrhaftige Wahrheit erklären. Sofern es jene überhaupt geben sollte – dies lassen wir kurz außen vor. Die “Wahrheit”, welche ein Mensch verkünden will, wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das es nicht die Wahrheit ist.

Sind nun alle Menschen Lügner, welche die “Wahrheit” für sich beanspruchen und verkünden? Diese Frage wäre ein logisches Resultat.

Soll also, abgesehen von dem, was wirklich ist, jedes andere Modell falsch sein?

Wir wollen an dieser Stelle nicht die Wirklichkeit feststellen. Es reicht eine Annahme, irgend ein Weltbild anzunehmen – egal welches. Ob wir an dieses eine oder jene Erklärungsmodell glauben oder nicht, ist beim Betrachten des Folgenden nicht von Bedeutung. Auch die in der Frage suggerierte Tatsache, es gäbe eine Wirklichkeit, bedenken wir vorerst nicht.

Nun aber zur Frage: soll, abgesehen von dem, was wirklich ist, jedes andere Modell falsch sein? Sind denn nun alle Verkünder der “Wahrheit” Lügner. Nein, nicht unbedingt. Dies aus obiger Erkenntniss zu schliessen, wäre fehl. Der Gelehrte wird wissen, das jede Vorstellung sich in irgendeiner Form manifestiert. So bildet sich ein Egregore, und was zuerst nur erdacht war ist unmittelbar darauf wahre Wirklichkeit. Auf diesem Gesetz und Funktionsprinzip kann auch die Belebung eines Fetisch begründet werden.

Was bedeutet das also?

Daraus folgt, das jeder Glaube, jedes Modell, schon durch Glauben an Existenz und Kraft gewinnt. Auch wenn wir uns ursprünglich auf das gleiche bezogen haben, haben wir mit einer neuen Interpetation, einer neuen Personifizierung, etwas wahrhaftiges geschaffen. Doch dürfen wir uns nicht vorstellen wir hätten etwas neues,vorher nicht dagewesenes, geschaffen – nein, es ist obiges nur die Individualisierung eines Teils vom Ganzen; nie daraus entnommen und nie davon getrennt.

Wie der Sand – so nehme am Strand etwas Sand und Forme daraus etwas. Betrachte wie Du eine neue Form formen kannst. Vorher hast Du sie nicht wahrgenommen, so war sie folglich nicht da. Die Möglichkeit dieser Form jedoch schon. Nicht nur der Sand, auch die Form hat schon als Möglichkeit existiert.

Der Sand ist nicht neu erschaffen –
nur die Form des Zusammenhalts ist in Erscheinung getreten.

Grob und fein im Wasser –
es bleibt Sand.
Grob und fein in allen Landen –
es bleibt Sand.
Grob und fein in allen Lüften –
es bleibt Sand.
Grob ins Feuer gegeben, erlischt gar die Glut –
es bleibt Sand.
Fein jedoch der Sand ins Feuer gegeben, es wird das feinste Glas –
es ist und wird Sand, in seiner edelsten Form.

Nun ist aber nicht alles in den letzen Jahrtausenden und Jahrhunderten entstanden – so haben nicht nur wir, als Teil des Universums, die Welt geformt und erschaffen; sondern auch die große und reine Kraft selbst erschuf, bevor sie uns formte. Selbstverständlich, das die Vielfalt, welche uns und unsere greifbare Umgebung schuf, damit nicht endete und endet.

Dem ungereiften Verstand hilft folgende Metapher um dies anzunehmen. Der Radioempfänger, zeigt die Wahl der Radiofrequenz. Sofern der Empfänger auf eine andere Frequenz eingestellt wird, ist es möglich etwas anderes zu hören. Dies ist Dir klar, weil Du es akzeptieren kannst, da Du es immer wieder reproduzieren kannst und vor allem: jeder in deiner Umgebung bestätigt Dir die Existenz des Radios.

Ebenso ist Dir klar, das deine Wahl nur in einem gewissen Frequenzbereich geschehen kann. Es sei denn, du nutzt statt Ultra-Kurz-Welle nun Mittel-Welle oder Lang-Welle. Du wirst entdecken, dass das Frequenzspektrum wesentlich breiter ist, als Du bisher angenommen hast. Ganz abgesehen von Strahlungsbereichen von den Du weist, das sie existieren, Du aber noch weniger Vorstellungsvermögen hast.

Der rechte Leser wird einsehen, das unsere verherrlichten 5 Wahrnehmungsmöglichkeit für das volle Spektrum der Frequenzen bei weitem nicht genügen.

Nun also, wie wollen wir beschreiben mit Worten, was wir kaum erfassen können? Durch den Mangel an bisheriger Erfahrungen, bleibt uns fast nichts anderes übrig als zu interpretieren und zu vergleichen mit Dingen, welche nicht zum Vergleichen genügen. Sofern man nur den Apfel und dessen Eigenschaft kennt und somit beschreiben, in Worte fassen, kann, wie soll es dann möglich sein die Worte zu haben für die Eigenschaften einer Kaktusfeige. Eine wahre Beschreibung wird also oft mangelhaft ausfallen. Wie kann also davon verständlich berichtet werden?

Um sehen und sprechen zu können, bedarf es das sehen und sprechen zu lernen. Nur wer selbst die Augen geöffnet hat, wird die Worte verstehen, welche ein Sehender beschreibt. Nur wer die Welt sieht, wird lernen zu begreifen und versuchen können jene Welt zu benennen.

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