Bekannte Magier

Magier

Begriff

Die Begrifflichkeit des Magiers muss hier vorerst weitgehend ungenannt bleiben, aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten, an welchen man eine Klassifizierung – wie lächerlich wäre das überhaupt? – festmachen könnte, wer, wann, wie und warum ein Magier ist. Schon allein die Bandbreite der magischen Phänomene, wie auch die Definition der Magie an sich würde eine klare Zuordnung nicht zulassen.

Wer sich der Breite und der Tiefe der Magie bewusst ist, wird die Auflistung bekannter Magier nachvollziehen können. Betrachtet man die Wortherkunft des Wortes „Magier“, lässt sich jedoch eine zumeist zutreffende Definition erkennen.

Wortherkunft

Magier ist die Übersetzung des griechischen mágos, altpersisch magusch bzw. ein orientalisches Lehnwort. Auch im Lateinischen ist der magos der Weise, der Magier. Auch der Zauberer, wobei diesem Wort erst kürzlich einen negativen Unterton mitgegeben wurde, was aber auch zur Unterscheidung hilfreich sein mag.

Die Bedeutung des Begriffs „Zauberer“ als „Wissender“ ist identisch mit der bei den persischen Magiern, den keltischen Druiden (Drui), den Derwischen und den englischen wizards und witches. Auch der altägyptische Gott Thot war gleichermaßen für Schrift, Wissenschaft und Magie zuständig. Zauberer waren also ursprünglich Wissenschaftler und Intellektuelle.

Während die Begriffe „Zauberer“, „zaubern“ und „Zauberkunst” auch für Zauberei im magischen Sinne stehen, verwendet man diese Bezeichnung auch für täuschende Unterhaltungskünstler, für Illusionisten.

Ich persönlich verwende den Begriff Zauberei generell nicht, da „Zauberei“ heutzutage mit „Illusionismus“ gleichgesetzt wird. Magie und Magick sind jedoch Kunst und Wissenschaft; dem Wissenden und Ausführenden (hoffentlich!) zu edel, um Beschmutzung mit Lug und Betrug zu verursachen oder zuzulassen. Magie also. Dies scheint mir, so eint es jeden (angehenden) Magier: er ist auf dem Weg der Erkenntnis, der Suche und des Bedenkens. Er ist auf dem Weg.

Und weil wir gerade dabei sind: „Magier“, ursprünglich ein Stamm der Meder mit sakralen Funktionen (Herod. I, 101. 132). Gemäß der Bibel auch orientalische Wahrsager.

Das alte Testament kennt einen Ober-Magier des neubabylonischen Reichs (Jr 39 3. 13). Es lässt Daniel als Traumdeuter die babylonischen Beschwörer, die Weisen und Chaldäer übertreffen (Dn 1 20-5 15) und zu ihrem Vorsteher werden (Dn 2 48 4 6 5 11).

Die Verfasser des neuen Testament, denen babylonische Sterndeuter (Js 47 13) und Chaldäer (Dn 2 2 usw.) ein Begriff waren, bezeichneten als „Magier“ im Sinne von „Gelehrte“; die Weisen vom Morgenland (Mt 2 1-12. 16) im Sinne von „Zauberer“, die Propheten Simon in Samarien (Apg 8 9. 11) und Bar-Jesus auf Zypern (Apg 13 6. 8).

Bekannte „Magier“

Selbstverständlich kann eine Auflistung bekannter Magier nicht abschließend sein. Eine lächerliche Auswahl jener Personen, welche als Magier gelten könnten, kann man jedoch gewiss treffen. Mit folgender Aufzählung ist jedoch keine Klassifikation in Theoretiker und Praktiker getan. Die Aufzählung dient dem Suchenden als Orientierungshilfe und Startpunkt für weitere Studien.

  1. Alan Bennett
  2. Aleister Crowley
  3. Arthur Waite
  4. Athanasius Kircher
  5. Austin Osman Spare
  6. Cagliostro
  7. Comte de Saint Germain
  8. Doktor Faustus
  9. Edward Kelley
  10. Eliphas Levi
  11. Frances Barrett
  12. Franz Bardon
  13. Gregor A. Gregorius
  14. Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim
  15. Herbert Fritsche
  16. Israel Regardie
  17. Jacques de Molay
  18. Jesus Christus
  19. John Dee
  20. Karl Kellner
  21. Ludwig Staudenmaier
  22. Milarepa
  23. Moses
  24. Musallam
  25. Papus
  26. Rah-Omir Quintscher
  27. Raimundus Lullus
  28. Robert Fludd (Robertus de Fluctibus)
  29. Salomo
  30. Samuel Liddell McGregor Mathers
  31. Sâr Merodack Joséphin Péladan
  32. Stanislas de Guaita
  33. Theodor Reuss
  34. Theophrastus Bombastus Paracelsus
  35. Zoraster
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