Odem - Hauch und Atem Gottes

Odem – Hauch und Atem Gottes

Folgend möchte ich das Schlagwort Odem beleuchten. Man stolperte beispielsweise beim Lesen der Bibel darüber. Odem, der Lebenshauch. Man tut sicherlich nicht falsch daran, das Od des Reichenbach, das Orgon des Reich, das Prana der Hindus, das elektromagnetische Fluid usw. als äquivalent zu betrachten.

Mein „Biblisch-Historisches Handwörterbuch“ möchte mich sogleich an Geist, Leben, Seele und auch den Zorn Gottes weiterreichen. Gerne später.

Den Ausdruck, das Spektrum, des Begriffes Odem zu begreifen ist nicht leicht, den neben dem Begriff Odem, beziehungsweise dessen Ursprungswort, dessen Assoziationen und dessen metaphorische Verwendung gilt es auch andere Wörter in Zusammenhang zu bringen, um folglich den Zusammenhang mit den Wahrheiten der Welt herstellen zu können.

7Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. – 1.Mose 2,7

Wem Reichenbachs Od ein Begriff ist, der horcht auf. Merkwürdig (des merkens würdig) genug, geht es zur Recherche. Zuerst mit Querverweisen, um über die biblischen Aussagen zu erfahren. Zeit zum Rätseln, zum Kombinieren, bleibt später noch genug.

6Und Elihu, der Sohn Barachels des Busisters. hob an und sprach: Ich bin jung an Jahren, ihr aber seid alt; darum hab ich mich gescheut und gefürchtet, mein Wissen euch kundzutun. 7Ich dachte: Laß das Alter reden, und die Menge der Jahre laß Weisheit beweisen. 8Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht. – Hiob 32,6 – 8

Und weiter sagt Elihu:

4Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben. – Hiob 33,4

Eigentlich empfehle ich, stets den ganzen Text selst zu lesen, da somit weitere sprachliche Details zustande kommen, welche jeder aber selbst bewerten müsse. Später kommen wir noch zum Geist. Sollte ich, weil der Weg dahin schon vorgezeichnet ist, auch auf Hiob 32,18 hinweisen?

18Denn ich bin voll von Worten, weil mich der Geist in meinem Inneren bedrängt.

Hiob 33,2?

2Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde.

Der werte Leser erkennt also, das die eigene Recherche ich nie abzunehmen vermag. Was benennt der Autor? Was lässt er aus, weil er es auslassen will oder weil der den Zusammenhang nicht erkennt? Wo fehlt es an Kontext? Der werte Leser begreift also, das mein Schrieb stets immer nur ein Anhaltspunkt sein kann. Niemandem bleibt das eigene ernsthafte Studium erspart.

David im Psalm 104,29.30:

29Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. 30Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu die Gestalt der Erde.

Auch Jes 42,5 spricht nochmals vom Odem und dem Geist – auch hier wieder beides voneinander getrennt erwähnt. Man erkennt die unterschiedlichen Eigenschaften, die hier mitgegeben werden sollen. Odem als Träger des Lebens, Geist als Mit- und/oder Hinzugabe. Diese sprachliche Trennung ist aber nicht allerorts zu finden.

Paulus benennt in Athen (Apg 17,25) nochmals den Odem als Gabe seines Gottes.