Karl von Reichenbach

Über das Od

Alle astralen Kundgebungen kommen nur durch die Vermittlung eines unendlich feinen Stoffes zustande, der von seinem wissenschaftlichen Entdecker, Dr. Karl Reichenbach nach dem nordischen Gott Odin, dem Weltordner, Od genannt wurde. *5

Der früherer Direktor des Polytechnikums zu Paris, Oberst de Rochas, welcher sich ebenso mit den Ausscheidungen des Ods und mit dem Od an sich beschäftigte, bestätigt die zahlreichen Forschungen Reichenbachs.

Die folgenden Abschnitte entnehmen wir dem Werk du Prels: Die Magie als Naturwissenschaft 1. Teil.

“Rochas Experimente sind ein glänzendes Beispiel von der magischen Vertiefung der modernen Naturwissenschaft. Eines der dunkelsten Gebiete der Magie, die Hexerei, wird davon erhellt und findet ihre naturwissenschaftliche Erklärung, wenn der Magnetismus der Träger des Lebensprinzips ist, wenn er exteriorisierbar ist und dabei seine Empfindungsfähigkeit bewahrt. Seit den ältesten Zeiten ist zum Beispiel der sogenannte Bildzauber bekannt, wobei Figuren aus Wachs angefertigt wurden, durch deren Misshandlung derjenige geschädigt wird, den sie vorstellen. Nun hat aber Rochas gezeigt, daß nicht nur Wasser, sondern auch andere, fette Substanzen das exteriorisierte Od magnetisieren und damit empfindungsfähig werden, was bei fortbestehen dem magnetischen Rapport zum Schaden des Odlieferanten ausschlagen kann. Eine kleine Wachsstatuette stelle Rochas in die exteriorisierte odische Empfindungsschicht, und wenn ihr nun Nadelstiche beigebracht wurden, wurden diese in den gleichen Körperteilen der Somnambulen empfunden. In den Kopf der Wachsfiguren wurden Haare eingefügt, die vom Nacken der Versuchsperson genommen worden waren, worauf die Figur weggetragen wurde. Rochas weckte dann die Somnambule und sprach mit ihr. Plötzlich fuhr sie mit der Hand an den Nacken und behauptete,sie sei an den Haaren gezogen worden. Das war im gleichen Augenblick an der Figur geschehen. Man stellte darauf eine fotografische Platte in die exteriorisierte Odschicht, nahm dann ein Bild der Versuchsperson damit auf, und als nun das Bild zweimal mit einer Nadel geritzt wurde, empfand es die Somnambule an der korrespondierenden Stelle, nämlich an der rechten Hand, stieß einen Schrei aus und verlor einen Augenblick das Bewusstsein. Als sie zu sich gekommen war, bemerkte man auf dem Handrücken zwei gerötete Striche, die vorher nicht da waren und die mit den von der Nadel auf der Fotografie gezeichneten Hautrissen genau übereinstimmten. Bei einem zweiten Versuch ritzte Rochas die gekreuzten Hände auf der Kollodiumschicht des fixierten Bildes; die Somnambule brach in Tränen aus und zwei bis drei Minuten später entstand vor den Augen der Zuschauer das entsprechende Stigma. Suggestion oder Autosuggestion sind hier ausgeschlossen, denn Rochas hatte absichtlich den Blick abgewendet, als er das Bild ritzte, und die Somnambule wußte ebenfalls nicht, wo es verletzt worden war.”

“Nachdem er sich einmal überzeugt hatte, daß eine reale magnetische Ausströmung aus seiner Hand stattfinde und daß er seine Somnambule durch Vorhalten der Hand vor die Stirn einschläfern konnte, geriet Rochas auf die Idee, diese Ausstrahlung einer Glasplatte mitzuteilen und ließ dann von einem hinter einem Schirm verdeckten Gehilfen diese Glasplatte auf die Fotografie der Somnambulen legen, die sogleich zu sprechen aufhörte und einschlief. Rochas ging dann selbst hinter den Schirm und weckte sie dadurch, daß er die Fotografie anblies. Als man der Somnambulen erzählte, was geschehen war, hatte sie Mühe, es zu glauben und erklärte, sie würde bei einer Wiederholung des Versuchs der Schläfrigkeit widerstehen. Als aber die beiden Platten wieder aufeinander gelegt wurden, dauerte es keine Minute, so schlief sie wieder ein.” *6

Einzelnachweise

*5 Lehrbuch zur Entwicklung der okkulten Kräfte, Seite 128

*6 Die Magie als Naturwissenschaft 1. Teil, Seite 70