Über die Notwendigkeit der eigenen Studien.

Über die Notwendigkeit der eigenen Studien

Am Beispiel Erzengel Gabriel will ich aufzeigen, warum eigene Recherchen und Studien unabdingbar sind, will man sich – wie auch immer man diesen Bereich nennen mag: esoterisch, okkult, spirituell, usw. – auf tragfähigem Eis bewegen. Auch wenn man sich nicht explizit für den Erzengel interessiert, wird der Sachverhalt dahinter klar. Die Hinweise des Artikels sind universell anwendbar.

Ich gehe davon aus, das der Leser die Artikel Gabriel als biblische Figur, Erzengel Gabriel im Judentum und Erzengel im Koran gelesen hat. (Nein? Es geht um die verschiedenartige Darstellung/Entsprechung des Erzengels.) Unabhängig dieser Erörterungen hat der Leser eventuell schon selbst ein Bildnis und Entsprechungen für Erzengel Gabriel. Und wenn Du dieses Bildnis nicht hast, dann brauchst Du wahrscheinlich eines. Auch wenn Du es später nicht aktiv verwenden wirst, frage Dich doch, was es Dir lehren kann.

Und wenn Du nun (schon) ein Bildnis oder Entsprechungen verwendest, welche sind das? Wo liegen die Wurzeln dessen? Als Chaosmagier(in) mag Dir das egal sein. Ich, welcher versucht die kraftvollen Systeme zu finden – ich weis nicht, ob Du das auch tust – für mich ist es wichtig, die Zusammenhänge zu entdecken und kombiniert und sinnvoll unterstützend anzuwenden.

Darin sehe ich Vorteile. Jeder muss aber selbst entscheiden, wie er an solch Inhalte herangeht. Auch wenn – und sie ist es – die „westlich-magische-Tradition“ zum Großteil eine Übernahme, Integration und Assimilierung der verschiedenen Systeme ist. Ja, sicher, es gibt einzelne sehr spezifisch ausgeprägte Strömungen, aber der Individualmagier und auch viele Andere, sind doch sehr „Mainstreamhaft“ unterwegs und integrieren, was sich (mehr oder weniger) integrieren lässt. Meinetwegen auch ok – nur wird es halt bedenklich und bedauerlich, wenn da alles was da gefunden wird (und jeder Mist) in den Pott geworfen wird und am Ende die Suppe zum kot**n schmeckt. Aber: wer sich die Suppe einbrockt, muss sie auch auslöffeln…

Nicht nur, das die Suppe, das Werk am Ende besser geschmeckt hätte, nein. Am Ende hättest Du eventuell eine meisterliche Suppe gehabt. Ja, das Ei wäre ohne Schale in der Sauce gelandet und auch wäre die Beilage nicht verbrannt und zerkocht gewesen. Klar, kann man essen. Also sagen wir so: waren mal Lebensmittel, jetzt in verändertem Zustand – aber seht nur, welch Meisterling ich bin!

Und genau da fängt die „problematische Gegebenheit“ schon an. Einer „Problematik“, welche sich viele am Anfang stehende gar nicht bewusst sind. Besonders doch das westliche System in welchem wir uns zumeist bewegen, ist doch ein Strömungs- und auch Spannungsfeld voller Einflüsse. Voll von Einflüssen, welche wir – besonders am Anfang unserer „Karriere“ – doch kaum überblicken können. Ein Fest für Nepper, Schlepper und Bauernfänger. Ein Fest für jenes, welches die Welt umtreibt. Einflüsse.

Ich sprach vom Kleinen Bannenden Pentagrammritual, in welchem Gabriel (zumeist im Westen als Träger des Wassers) angenommen wird. Oder ist doch schon gar nicht mehr Gabriel, sondern Der Hüter der Mächte (oder Türme) des Westens oder sonnst irgendwer oder irgendwas? Elementarkräfte? Alles schön und gut, macht was Ihr wollt, aber: wenn doch noch Gabriel, dann: „wer bitte ist Gabriel?“ und wo bindest Du ihn ein?

Schnell sind sie verführt, die Jungen, und sabbern in die lila Bücher „Jaja, macht mal…“ und wissen gar nicht was sie da tun. Ist es nicht so? Man hat ja das kleine Büchlein, stolpert lieber umher im Minenfeld und wundert sich, warum man die Geister nicht mehr los wird, welche man doch da gerufen hat. „Mein Guru? Der sagt: alles ok!“ Erinnert mich irgendwie an die Bibel in der Tasche des kämpfenden Soldaten… Und ja, es ist Krieg. Und die meisten der Umherirren sind praktisch schon die Unterstützer, das Kanonenfutter des Bösen. Zumeist sogar ohne es zu wissen. Verloren in der Tat und in der Perspektive. Auf einem Schlachtfeld, welches seines Gleichen nicht findet.

Wo sind deine Einflüsse? Betreibst Du gezielte Recherche oder bist Du reiner Praktiker? Welche Systematiken bevorzugst Du? Warum?

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