Was sagt die Bibel zu Geisterbeschwörung?

Was sagt die Bibel zu Geisterbeschwörung?

Wie jedes andere Buch auch, hat die Bibel im Laufe der Zeit verschiedenste Revisionen erfahren. Bearbeitungen, Änderungen von Namen und Schreibweisen, bis hin zu kompletten Streichungen von Textstellen und dem Ausschluss kompletter Bücher – die Bibel als Ganzes ist nur eine Zusammenstellung von Schriften, Texten und Büchern. Leicht lässt sich vermuten, und dies wird auch im Studium bestätigt, das die Bibel nach und nach an Gehalt und Aussagekraft verloren hat.

Aus diesem Grunde ist es ersichtlich, warum es lohnt, verschiedenste Ausgaben der Bibel sich zu beschaffen.

Nun zum eigentlichen Thema. Was sagt die Bibel zu Geisterbeschwörungen? Das Schlagwort “Geisterbeschwörung” findet sich an folgenden Stellen der Bibel. 5. Mose 18,11; 1. Sam 28,3; Jes 8,19. Wir wollen diese näher beleuchten.

5. Mose 18,9-14

Im 5. Buch Mose 18,9-14 lesen wir von Geboten Gottes an Mose. Der Stelle 5. Mose 18,1, sowie nachfolgenden, entnehme ich, das sich dieses Gebot auf levitische Priester, die Leviten und den ganzen Stamm Levi bezieht.

9 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Greueln dieser Völker zu tun, 10 daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt 11 oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. 12 Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir. 13 Du aber sollst untadelig sein vor dem HERRN, deinem Gott. 14 Denn diese Völker, deren Land du einnehmen wirst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager, dir aber hat der HERR, dein Gott, so etwas verwehrt.

– 5. Mose 18.9-14, Thompson Studienbibel *2

1. Sam 28

Vortragen will ich 1. Sam 28. In Kapitel 28 finden sich interessante Inhalte. Auf diese werde ich zu einem späteren Zeitpunkt sicher noch eingehen können.

1 Als die Philister wieder einmal ihre Truppen zu einem Kriegszug gegen die Israeliten zusammenzogen, sagte Achisch zu David: »Du bist dir doch darüber im Klaren, dass du mit mir kommst und mit deinen Männern auf unserer Seite kämpfst?«

2 »Natürlich«, erwiderte David; »jetzt kannst du einmal mit eigenen Augen sehen, wie ich dir diene.«»Gut«, sagte Achisch, »du bist während des Feldzuges für meine persönliche Sicherheit verantwortlich.«

3 Samuel war gestorben und in seiner Heimatstadt Rama begraben worden. Ganz Israel hatte für ihn die Totenklage gehalten. Übrigens hatte Saul alle Totenbeschwörer und Wahrsager im Land ausgerottet.

4 Die Philister hatten ihre Truppen zusammengezogen; sie rückten bis nach Schunem vor und schlugen dort ihr Lager auf. Saul rief die Männer Israels zu den Waffen; sie hatten ihr Lager auf dem Gilboa-Gebirge.

5 Als Saul das Heer der Philister sah, erschrak er und wurde ganz verzagt.

6 Er fragte den HERRN, was er tun sollte. Doch der HERR gab ihm keine Antwort, weder durch einen Traum noch durch das Los noch durch das Wort eines Propheten.

7 Darum befahl Saul seinen Leuten: »Sucht mir eine Frau, die Verstorbene herbeirufen kann! Ich will zu ihr gehen und sie um Rat fragen.«»In En-Dor gibt es eine«, sagten sie ihm.

8 Saul zog fremde Kleider an, machte sein Gesicht unkenntlich und ging mit zwei Begleitern dorthin. Es war Nacht, als sie ankamen. Saul bat die Frau: »Du musst für mich einen Totengeist beschwören und mir die Zukunft voraussagen! Ich sage dir, wen du aus der Totenwelt heraufholen sollst.«

9 Die Frau erwiderte: »Du weißt doch selbst, dass der König so etwas verboten hat. Er hat die Totenbeschwörer und Wahrsager im ganzen Land ausgerottet. Du willst mir nur eine Falle stellen, damit ich getötet werde.«

10 Aber Saul schwor: »So gewiss der HERR lebt, es wird dir nichts geschehen!«

11 »Wen soll ich dir denn heraufrufen?«, fragte die Frau.Saul antwortete: »Rufe Samuel!«

12 Als die Frau Samuel erblickte, schrie sie auf und sagte zu Saul: »Warum hast du mich hintergangen? Du bist ja Saul!«

13 »Du brauchst nichts zu fürchten«, erwiderte der König. »Sag, was du siehst!«»Ich sehe einen Geist aus der Erde heraufsteigen«, berichtete sie.

14 »Wie sieht er aus?«, fragte Saul.»Es ist ein alter Mann«, sagte sie, »er trägt einen Prophetenmantel.« Daran erkannte Saul, dass es Samuel war. Er warf sich vor ihm nieder, das Gesicht zur Erde.

15 »Warum hast du meine Ruhe gestört und mich heraufkommen lassen?«, fragte ihn Samuel.Saul antwortete: »Ich bin in Todesängsten. Die Philister sind gegen mich aufmarschiert und Gott hat mich verlassen. Er gibt mir keine Antwort mehr, weder durch Propheten noch durch Träume. Darum habe ich dich rufen lassen. Sag mir, was ich tun soll!«

16 Samuel erwiderte: »Wozu musst du mich noch fragen? Du siehst doch: Der HERR hat sich von dir abgewandt und ist dein Feind geworden.

17 Er führt jetzt aus, was er durch mich angekündigt hat: Er nimmt dir das Königtum und gibt es David.

18 Der HERR befahl dir, sein Vernichtungsurteil an den Amalekitern zu vollstrecken. Weil du ihm nicht gehorcht hast, verfährt er jetzt so mit dir.

19 Er wird dich und das Heer Israels in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir in der Totenwelt sein.«

20 Saul stürzte wie vom Schlag getroffen der Länge nach zu Boden, so entsetzt war er über die Worte Samuels. Er war ohnedies geschwächt, weil er den ganzen Tag über nichts gegessen hatte.

21 Die Frau trat zu Saul, und als sie sah, dass er ganz verstört war, sagte sie: »Mein König! Ich habe deine Bitte erfüllt und habe sogar mein Leben dabei aufs Spiel gesetzt.

22 Nun lass auch mich nicht vergeblich bitten! Ich bringe dir eine Kleinigkeit zu essen. Stärke dich für den Weg, der vor dir liegt!«

23 Saul weigerte sich: »Nein, ich esse nichts!« Aber seine beiden Begleiter und die Frau setzten ihm so lange zu, bis er ihnen nachgab. Er stand auf und setzte sich auf das Bett.

24 Die Frau hatte ein gemästetes Kalb im Stall, das schlachtete sie in aller Eile. Dann nahm sie Mehl, machte einen Teig und backte Fladenbrot.

25 Das trug sie Saul und seinen Begleitern auf. Sie aßen und machten sich noch in derselben Nacht auf den Rückweg.

– 1. Sam 28, Gute Nachricht Bibel *10

Jes 8,19

Der Prophet Jesaja schreibt in seinem Buch, Stelle 8,19 folgende Passage. Er wendet sich dabei an das Volk von Israel.

19 Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müßt die Totengeister und Beschwörer befragen, die da flüstern und murmeln, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Oder soll man für Lebendige die Toten befragen?

– Jes 8,19, Thompson Studienbibel *2

Wie notiert, dies war der Text aus der Thompson Studienbibel. Die Gute Nachricht Bibel liefert einen abweichenden Text, welchen ich ebenso vorstellen möchte.

19 Die Leute werden euch auffordern: Befragt doch die Geister der Verstorbenen, die Wahrsagegeister, die euch flüsternd und murmelnd Auskunft geben! Ein Volk kann sich doch Rat holen bei seinen Göttern, die Lebenden können sich doch von den Toten helfen lassen! 20 Haltet euch an die Weisungen des HERRN und an meine Warnungen! Das ist die einzig gültige Antwort. Gegen Gottes Ankündigungen richten Beschwörungen nichts aus!

– Jes 8,19-20, Gute Nachricht Bibel *10

Quellenangaben

*2 Thompson Studienbibel
*10 Gute Nachricht Bibel

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